Zielgruppe
Sie sind interessiert an persönlicher Weiterentwicklung? Sie verfügen über ein Umfeld, wo Sie TA anwenden können und wollen? Sie tragen besondere Verantwortung in der Leitung von christlichen Gemeinden, Gemeindegruppen oder kirchlichen Organisationen? Dann gehören Sie zu meiner Zielgruppe und TA kann Ihnen in Ihrem persönlichen und professionellen Veränderungsprozess entscheidende Hilfen geben.


Aufbau der Ausbildung
Die Ausbildung ist ein Baustein-System, das nach und nach aufeinander aufbaut. Der Teilnehmer schließt mit mir einen Ausbildungsvertrag für längstens ein Jahr und tastet sich schrittweise in die Ausbildung hinein. Am Ende jeden Jahres wird in einer Standortbestimmung gemeinsam festgestellt, was die Ausbildung zur Weiterentwicklung beigetragen hat. Darauf wird zusammen entschieden, wie der persönliche Weg weitergeht.


Das Curriculum umfasst ein Basis-Curriculum, das in die grundlegenden Konzepte der Transaktionsanalyse einführt.Es kann mit der Transaktionsanalytischen Praxisbescheinigung abgeschlossen werden.

Ein dreijähriges, darauf aufbauendes Fortgeschrittenen- Curriculum kann mit der schriftlichen und mündlichen Prüfung zum/zur zertifizierten TransaktionsanalytikerIn abgeschlossen werden.
Das Fortgeschrittenen-Curriculum (FC) berücksichtigt die relevanten Konzepte und Theoriebildungen der Seelsorge, Beratung und professionellen Entwicklung.

Ein besonderes Merkmal der Ausbildung ist die Möglichkeit, sie individuellen Herausforderungen und Umständen anzupassen und zugleich die Standards zu berücksichtigen.

Anerkennung
Die Ausbildung wird nach den Standards der Internationalen Gesellschaften für Transaktionsanalyse durchgeführt (DGTA, EATA, ITAA). Mein Schwerpunkt ist besonders die theologische Reflektion und der konstruktiv-kritische Umgang mit Theorie und Praxis für die Seelsorge. Einstieg in die Transaktionsanalyse ist ein Einführungskurs, der sowohl Überblick bietet, wie auch eine Entscheidungshilfe ist bei der Frage, ob denn die TA zu mir und meinen Bedürfnissen paßt.

 

Themen des 1. Ausbildungsjahres Basis-Curriculum (BC)

  • Erstinterview und transaktionsanalytische Problembeschreibung
    Theorie und Praxis des Erstinterviews einschließlich Beschreibungs- und Diagnosemöglichkeiten von Problemstellungen.Pro und Contra von Diagnosen. Erarbeitung einer persönlichen Erstgesprächsskizze.

  • Praxisseminar
    Das Praxisseminar ist ein Ort selbstverantwortlichen Lernens der TeilnehmerInnen. In einem geschützten und wohlwollenden Rahmen gestalten die TeilnehmerInnen das Seminar selbst. Sie bringen persönliche Fragestellungen ein wie z.B. Eigenarbeit, Supervisionsanliegen, Projektvorstellungen, Präsentationen usw.
    Vielfältige Arbeitsformen wie Einzelarbeit, Kleingruppe und Plenum wechseln sich ab. Die Leitung und Supervision durch den Mentor stellt sicher, dass genügend Schutz gewährleistet ist.
    Im Laufe des Ausbildungsjahres wechseln sich Themen- und Praxisseminar immer wieder ab. So ist die Verankerung und der Transfer des Erlernten gut unterstützt.

  • Vertragsarbeit
    Vertragsarbeit gehört zu den typischen Merkmalen der TA und ist Ausdruck kooperativer Wertschätzung zwischen dem Klient und professionellem Begleiter. Das Seminar bietet Vertragsdefinitionen, Rahmen- und Arbeitsverträge, "Nicht-mehr-Verträge" und berücksichtigt außerdem Interessenkonflikte, Hierarchien und Kontexte.

  • Ichzustände und Energiemodell
    Das Ich-Zustands-Modell der TA ist eines der bekanntesten Persönlichkeitsmodelle. Es beschreibt im Ursprungsmodell den inneren Aufbau menschlicher Psyche, sowie im Funktionsmodell kommunikationstheoretische Überlegungen.
    Ergänzt wird das Seminar durch das Konzept des Energiehaushaltes.

Themen des 2. Ausbildungsjahres Basis-Curriculum (BC)

  • Berne's Eight Operations
    Berne unterscheidet acht verschiedene, aufeinander bezogene Basis-Verfahren der Interventionen. Er bringt damit den Realitätsbezug des Klienten in Führung, bzw. stabilisiert ihn dauerhaft.

  • Psychologische Spiel, Rackets und Racketsystem
    Das Konzept der Psychologischen Spiele beantwortet die Frage, warum es immer wieder zu destruktiven Verhaltensmustern in der Beziehung kommt und wie man sie auflöst. Berne's dazu erschienenes Buch "Spiele der Erwachsenen" wurde ein Bestseller.

  • Cathexis-Konzepte: Bezugsrahmen, Umdefinieren und Passivität
    Die Cathexiskonzepte gehen auf Jaqui und Aaron Schiff zurück und beschreiben, wie wir es anstellen, dass durch Umdeuten, Missachten und Missinterpretieren die Welt so bleibt, wie wir es wollen. Eigene Erfahrungen und Wahrnehmungen werden so ausgefiltert, dass konstruktive Lösungen nicht möglich sind. Verblüffend, dass durch Auflösen dieser festgefahrenen Sichtweisen neue Ressourcen in den Blick kommen und fruchtbare Veränderungen möglich sind.

Themen des 3. Ausbildungsjahres Basis-Curriculum (BC)

  • Skriptbildung und Skriptanalyse
    Es geht um die Erarbeitung des unbewussten Lebensplans, der unser Leben heute oft unbemerkt bestimmt. Dieses unbemerkte Bestimmt-Sein vom eigenen Skript hat zur Folge, dass Begabungen des Lebens nicht genutzt und schädigendes Verhalten nicht geändert wird.

  • Neuentscheidungen und Impasse-Konzepte
    Die von Bob und Mary Goulding entwickelte Neuentscheidungstherapie bringt wertvolle Beiträge in die TA. So stellt sie u.a. eine glückliche Verbindung zur Gestaltarbeit von Fritz Perls dar.

  • Entwicklungspsychologie für die Beratung
    Es werden verschiedene, entwicklungs-psychologische Ansätze vorgestellt. Z.B. Phasenmodelle im Gegenüber zu sozialer Entwicklung,die Entstehung von Glaube, Moral und Werten im Horizont psychologischer Reifung.

Themen 4. Ausbildungsjahr Fortgeschrittenen-Curriculum (FC)

  • Beratung und Seelsorge: Phasen, Planung und Prozesse
    Design und Entwicklung von längerfristigen Beratungsprozessen: Was lässt sich an Entwicklung planen, erwarten und fördern? Außerdem beschäftigen wir uns mit der Frage, durch welche Stadien solche Prozesse gehen.

  • Umgang mit dem Widerstand in der Beratung
    Widerstand und die Arbeit mit ihm ist ein klassisch-analytisches Thema. Wie kann dieses Konzept für die Beratung hilfreich sein? Widerstand nicht zu beachten, verleugnet eine wichtige Ressource.

  • Übertragung und Gegenübertragung in der Beratung
    Übertragungs- und Gegenübertragungsphänomene gehören zu unserem Alltag, auch zum Alltag in Seelsorge und Lebensberatung. Sie sind wichtige Hilfsmittel.

Themen 5. Ausbildungsjahr Fortgeschrittenen-Curriculum (FC)

  • Paarberatung und ihre besonderen systemischen Aspekte I
    Paare zu beraten und zu begleiten unterscheidet sich elementar von Einzelbegleitung: Eine ganz andere Dynamik gilt es wahrzunehmen. In diesem Seminar wird diese Dynamik anhand von Jürg Willi's Kollusionskonzept beschrieben. Für die praktische Arbeit mit Paaren hat Hans Jellouschek wichtige Beiträge aus der Sicht der TA eingebracht.

  • Paarberatung und ihre besonderen systemischen Aspekte II
    siehe vorletztes Seminar.

  • nach F. Riemann: Die verschiedenen Persönlichkeitsstrukturen
    Riemann ist ein Klassiker was die Beschreibung der Persönlichkeitsstrukturen angeht. Viele modernere "Typologien" bauen direkt oder indirekt auf ihm auf. Er versteht es, den Menschen von seinen Grundbedürfnissen, -vermeidungen und Einseitigkeiten her zu beschreiben.

Themen 6. Ausbildungsjahr Fortgeschrittenen-Curriculum (FC)

  • Persönlichkeitsdiagnistik II: Paul Ware's Türen und Fallen in der Beratung, Persönlichkeitsstile nach Kahler/Joines

  • Krisenbewältigung in der Beratung
    Krisenmanagement ist auch in Seelsorge und Beratung ein wichtiges Thema.Die Unterscheidung zwischen erwarteter und unerwarteter Krise wird ebenso in diesem Seminar getroffen wie auch daraus folgernd die Entwicklung eines eigenen Krisenverständnisses.

  • Suchtverhalten: Entstehung, Beschreibung, Begleitung
    Suchtverhalten ist Kompensationsverhalten. Wir beschreiben mit geeigneten Konzepten der TA Sucht als künstliche Befriedigung der Sehnsucht.

Weiter wird die Ausbildung ergänzt durch Supervisionstage, spezielle Lerngruppen (peergroups) und der Master Class zur Vorbereitung auf die Level 1-Prüfung, der schriftlichen und mündlichen Prüfung zum/zur zertifizierten TransaktionsanalytikerIn

Ab dem zweiten Ausbildungsjahr wird eine Auseinandersetzung mit eigenen Fragestellungen und Entwicklungsmöglichkeiten ausserhalb der Ausbildung ausdrücklich empfohlen, z.B. durch Selbsterfahrung, Eigenarbeit, Psychotherapie, Seelsorge o.ä.

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